Die Stadtwerke Taunusstein haben die Wasserampel am 23. Juni auf Gelb gestellt. Grund sind die hohen Temperaturen der vergangenen Tage, die Wetterprognosen für die kommenden Tage sowie der seit mehreren Tagen deutlich über dem saisonalen Durchschnitt liegende Trinkwasserverbrauch.
Die eigenen Wassergewinnungsanlagen arbeiten derzeit mit sehr hoher Leistung. Zusätzlich beziehen die Stadtwerke in erhöhtem Umfang Wasser über den Wasserbeschaffungsverband. Die Wasserversorgung in Taunusstein ist nach Angaben der Stadtwerke zwar gesichert, dennoch sollen alle Bürger den Trinkwasserverbrauch auf das notwendige Maß beschränken.
Das gilt bei gelber Wasserampel
Mit der gelben Wasserampel bitten die Stadtwerke um besondere Zurückhaltung beim Wasserverbrauch. Konkret gilt:
- Garten- und Rasenbewässerung auf das notwendige Maß reduzieren.
- Keine Fahrzeugwäsche mit Trinkwasser durchführen.
- Keine Gebäudereinigung mit Trinkwasser durchführen.
- Keine Pools oder Wasserspeicher befüllen.
- Größere notwendige Wasserentnahmen, etwa für Bautätigkeiten, vorab mit den Stadtwerken abstimmen.
So lässt sich Wasser im Alltag sparen
Schon kleine Veränderungen helfen dabei, Trinkwasser zu sparen. Wer den Garten bewässert, sollte möglichst Zisternenwasser nutzen. Obst und Gemüse lassen sich in einer Schüssel waschen, das Wasser kann anschließend noch für Pflanzen verwendet werden.
Auch im Haushalt gibt es Sparpotenzial. Duschen statt baden, Wasser beim Einseifen und Zähneputzen abstellen, die Spartaste bei der Toilettenspülung nutzen und Waschmaschine sowie Geschirrspüler nur voll beladen starten. Außerdem ist es sinnvoll, Geschirr nicht unter fließendem Wasser vorzuspülen und Eco-Programme zu verwenden.
Mehr Wasser wird zusätzlich bezogen
Um die Versorgung auch bei außergewöhnlich hohen Verbräuchen sicherzustellen, beziehen die Stadtwerke derzeit zusätzlich Wasser über den Wasserbeschaffungsverband. Dieses sogenannte Spitzenwasser wird immer dann benötigt, wenn die Nachfrage deutlich über den üblichen Mengen liegt.
Für den Wasserbezug steht den Stadtwerken ein vertraglich vereinbartes Kontingent zur Verfügung. Wenn diese Mengen überschritten werden, entstehen höhere Kosten für zusätzlich bezogenes Wasser. Zwar sind für die Sommermonate bereits größere Mengen eingeplant, der aktuelle Verbrauch liegt aber derzeit noch über den vorgesehenen Werten.
Bürgermeister Joachim Reimann betonte dazu, dass die Wasserversorgung in Taunusstein gesichert sei. Gleichzeitig sei ein bewusster Umgang mit Trinkwasser gerade in Zeiten hoher Verbräuche wichtig, um die Versorgung nachhaltig zu gestalten und zusätzliche Kosten zu vermeiden.
Was die rote Stufe bedeutet
Die nächste Stufe wäre die rote Wasserampel. Sie gilt als letzte Warnstufe vor einem möglichen Wassernotstand. In diesem Fall wären alle nicht notwendigen Trinkwasserverbräuche untersagt. Bei Verstößen könnten Geldbußen von bis zu 5.000 Euro verhängt werden.
Den aktuellen Stand der Wasserampel sowie weitere Informationen zu den einzelnen Stufen gibt es auf der Internetseite der Stadtwerke Taunusstein unter www.stadtwerke-taunusstein.de/wasserampel.
Einordnung aus der Region
Auch andere Kommunen arbeiten mit Wasserampeln oder ähnlichen Warnsystemen, wenn Hitze und steigender Verbrauch die Versorgung belasten. Solche Stufen helfen dabei, frühzeitig auf kritische Entwicklungen aufmerksam zu machen und den Wasserverbrauch rechtzeitig zu senken.