Taunusstein erhält 3,08 Millionen Euro für den weiteren Glasfaserausbau

Für den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes erhält Taunusstein 3,08 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus dem dritten Förderaufruf im Bundesprogramm „Gigabitförderung 2.0“ und soll dazu beitragen, weitere Haushalte und Gewerbeadressen mit Glasfaser zu versorgen.

Nach Angaben des Landes profitieren in Taunusstein mehr als 800 private Haushalte und Gewerbeadressen von der Förderung. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 7,7 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 3,85 Millionen Euro, das Land Hessen 3,08 Millionen Euro, die Stadt Taunusstein trägt die verbleibenden rund 770.000 Euro.

Welche Bereiche profitieren

Seitzenhahn und Watzhahn werden vollständig in das Förderprojekt einbezogen. In Wingsbach, Neuhof, Hahn, Bleidenstadt und Wehen werden die bislang unterversorgten Bereiche ausgebaut. Die Stadtteile Niederlibbach, Orlen und Hambach sind bereits vollständig mit Glasfaser versorgt und daher nicht Bestandteil des Förderprojekts.

Bürgermeister Joachim Reimann spricht von einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer flächendeckenden Glasfaserversorgung in allen Taunussteiner Stadtteilen. Mit der gesicherten Finanzierung könne das Vergabeverfahren weiter vorangetrieben werden.

Ausschreibung läuft bereits

Die europaweite Ausschreibung zur Suche nach einem Telekommunikationsunternehmen, das den geförderten Ausbau übernimmt, läuft bereits. Nach aktuellem Stand ist die Vergabe für Dezember vorgesehen. Der konkrete Zeitplan für den Ausbau wird nach der Zuschlagserteilung vom beauftragten Unternehmen festgelegt.

Die Maßnahmen müssen laut Förderkriterien bis spätestens 31. Dezember 2030 abgeschlossen sein. Mit dem Vertragsabschluss wird die Umsetzung für das beauftragte Unternehmen verbindlich. Anders als beim eigenwirtschaftlichen Ausbau handelt es sich also nicht um eine unverbindliche Ausbauabsicht, sondern um einen vertraglich geregelten Ausbauauftrag.

Einordnung für Taunusstein

Die neue Förderung ist ein wichtiger Baustein für die digitale Infrastruktur in der Stadt. Gerade in den bislang unterversorgten Gebieten soll damit die Lücke geschlossen werden, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau wirtschaftlich nicht umsetzbar war. Für viele Haushalte und Betriebe bedeutet das eine bessere Perspektive auf stabiles und schnelles Internet.

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