Taunusstein-Wehen. Wer regionales Gemüse direkt vom Feld schätzt und Teil eines gemeinschaftlich getragenen Modells werden möchte, findet bei geerdet eine interessante Gelegenheit. Die solidarisch organisierte Landwirtschaft versorgt aktuell rund 20 Gemüsekisten und hat noch freie Plätze für neue Mitglieder.
Was geerdet ausmacht
Geerdet ist kein Verein, sondern ein einzelner landwirtschaftlicher Betrieb mit einem klaren Konzept. Angebaut wird ohne Pflug, kleinstrukturiert und mit viel Handarbeit, ergänzt durch Agroforst und einen starken Fokus auf Biodiversität und Humusaufbau. Die Landwirtschaft ist so angelegt, dass sie nicht auf Standardgemüse setzt, sondern auf Vielfalt, Nähe zum Feld und direkte Ernte.
Die Saison startet in der Regel Ende Mai oder Anfang Juni. Dann wird die Kiste einmal pro Woche abgeholt oder alternativ an den Bornhof geliefert. Dort kann sie bequem entgegengenommen werden. Geerdet ist als Einzelbetrieb organisiert, was den direkten und persönlichen Charakter des Angebots zusätzlich unterstreicht.
So funktioniert die Grüne Kiste
Das Modell ist einfach und gleichzeitig sehr nah an der Produktion. Gezahlt wird im Voraus ein Saatgutanteil, anschließend läuft die Abrechnung monatlich über die Saison hinweg. Es gibt Varianten für eine Person, zwei Personen oder Familien. Die Saison endet meist Ende November, manchmal auch kurz vor Weihnachten.
Besonders ist, dass nicht eingekauftes Standardgemüse in die Kiste kommt, sondern das, was gerade erntereif ist. Dadurch ist jede Kiste anders. Mal ist sie etwas voller, mal etwas schmaler, in der Hochsaison aber oft richtig üppig. Wer Lust auf saisonale Überraschungen hat, bekommt hier Gemüse, das direkt vom Feld kommt und fast ohne Umwege auf dem Teller landet.
Mitmachen und einsteigen
Wer möchte, kann auf dem Feld mitarbeiten. Man kann montags, freitags und samstags vorbeikommen. Außerdem können Mitglieder ihre Kiste am Feld teilweise auch selbst mit packen.
Ein Einstieg ist grundsätzlich jederzeit möglich. Gerade im Sommer entscheiden sich manche Menschen aber gegen ein dauerhaftes Abo, weil sie häufiger verreisen. In solchen Fällen sind auch einzelne Gemüsekisten möglich, der Preis richtet sich dann je nach Saison und Bedarf.
Was aktuell wächst
Das Sortiment ist vielfältig und saisonal geprägt. In diesem Jahr gibt es unter anderem besonders schöne Bittersalate wie Zuckerhut, Radicchio und Zichorie. Auch der Rucola soll derzeit besonders gut schmecken. Dazu kommen viele weitere Blattsalate, Kräuter und je nach Ernte immer wieder neue Überraschungen.
Geerdet setzt außerdem stärker auf mehrjähriges Gemüse und will das Angebot in diese Richtung weiterentwickeln. Das ist im klassischen Gemüsehandel eher unüblich und macht das Projekt gerade für Menschen spannend, die offen für Neues sind.
Artemisia annua als Ergänzung
Neben der Grünen Kiste baut geerdet auch Artemisia annua an, eine traditionsreiche Pflanze mit viel Interesse aus der Pflanzenheilkunde. Sie wird separat angeboten, entweder als Pulver oder als Blattschnitt, und ist auch auf dem Markt in Hahn erhältlich. Die Ernte erfolgt ab September, anschließend wird die Pflanze schonend getrocknet.
Besonders interessant ist dabei, dass die Annua bei geerdet nicht ausblüht und damit als allergikerfreundlicher gilt. Laut geerdet hat sie zudem einen besonders hohen Artemisiniengehalt. Das macht sie zu einer spannenden Ergänzung mit eigenem Profil.
Warum geerdet neue Mitglieder sucht
Der Betrieb kann aktuell mehr Menschen versorgen als bisher angeschlossen sind. Wer Wert auf regionale Lebensmittel, direkte Ernte und ein anderes Verhältnis zur Landwirtschaft legt, findet hier ein sehr persönliches und zugleich praktisches Modell. Gerade die Mischung aus Frische, Vielfalt und direktem Bezug zum Feld macht geerdet zu einer guten Möglichkeit in Taunusstein.
Kontakt und Infos
Wer sich für eine Grüne Kiste interessiert oder mehr über das Angebot erfahren möchte, findet weitere Informationen direkt bei geerdet.